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Artikel/Beiträge/“Türchen“, die schnell oder zu unmöglichen Zeiten… entstehen, sind meistens aus dem Augenblick geboren – so auch dieser.

In „Nachlese“ der Chorprobe habe ich das Stück „Unser Leben ist ein Schatten“ von Johann Bach gehört und bin so – über die üblichen Umwege – auf die Arie „Schlage doch, gewünschte Stunde“ gestoßen. Diese ist zwar im Bachwerkeverzeichnis unter der Nummer 53 aufgeführt – als Komponist wird jedoch Georg Melchior Hoffmann angenommen… Neben dieser interessanten Falschzuschreibung (es soll wohl so sein, dass das bei Bach häufiger vorkommt – aber meist „totgeschwiegen“ wird…) , sind mir bei diesem Stückchen noch andere Ideen gekommen:

Es lässt sich zu einen wunderbar aufnehmen in den „Soundtrack für spezielle Situationen“: Sieht man einmal davon ab, dass der Text das Herbeisehnen des Todes beinhaltet (hier nachzulesen – im Sinne von „Suscipe, suscipe, suscipe“ in D-Dur ;)), könnte man die Zeile „Schlage doch, gewünschte Stunde“ in vielen Zusammenhängen, in denen die Zeit nicht vergehen will, anstelle weniger wohlklingender Äußerungen von sich geben, oder?

Auf der anderen Seite sind mir die sinnigen Glockenschläge aufgefallen – und gerade zum Ende des Satzes drängte sich mir der Gedanke auf, dass der gute Herr Mozart diese Arie wahrscheinlich kannte, als er Papagenos Glöckchen-Musik schrieb… – oder es gibt eine, mir völlig unbekannte – Tradition solcher Stücke – noch so ein Thema, dem es nachzugehen gälte/galte/gölte…

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