In den letzten zwei Jahren wollte ich eigentlich möglichst große Abwechslung in den Themen der „Türchen“ erzielen. Und das ist schwieriger, als es vielleicht auf den ersten Blick erscheint. Denn ich komme nicht nur sowieso schon immer in den ersten Tagen in Zeitnot (die fehlende Kontinuität der Beiträge macht es ja leider mehr als offensichtlich), sondern manchmal sitze ich auch da und habe eine lange Liste von Dingen, die ich schreiben könnte – aber die eben nicht in den „Plan“ passen. An diese lähmende Feststellung schließen sich dann gerne auch zweifelnde Überlegungen in Bezug auf den Sinn dieser „Institution“ an – warum sollst du Texte, die mit mehr oder weniger Arbeit, mehr oder weniger wahllos ausgewählte Themen oder Phänomene höchstens anreißen, lesen wollen? Kann ich mich nur vielleicht einfach nicht von der Adventskalender-Idee trennen?

Aber weil es ja auch jedes Jahr wieder stapelweise Adventskalender mit kleinen Vollmilchschokoladenfiguren gibt (und das entspricht der Charakterisierung meiner Beiträge ja beinahe…) gibt es eben auch in diesem Jahr wieder einen Adventskalender aus eigentlich überflüssigen Worten – aber da ich sie niemandem wegnehme, ist der Schaden begrenzt. Und weil die Themen noch beliebiger werden, wenn ich mich an irgendwelche Muster halte, schreibe ich in diesem Jahr einfach immer das, was mir gerade einfällt 🙂 Dass das vor allem Themen der Musik sind, liegt nahe. Es muss ja – nimmt man die beruflichen Prognosen und Befürchtungen sehenden Auges auf sich – auch ein Gutes haben, wenn man Musikwissenschaft studiert. Und das hat es: Man kann sich mit einem unendlich weiten Feld voller spannender Sachen beschäftigen – und wenn das zu herausfordert ist, dann liest man ganz gemütlich das, was andere auf diesem Feld gefunden und identifiziert haben.

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