17. Dezember – Monty Python auf Russisch :D

Den Film „Иван Васильевич меняет профессию“ (dt. „Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf“) versteht man sicher auch ohne Sprache, aber die unten verlinkte Version [kann ich leider nicht in den Beitrag einbinden, da das Video vermutlich aus urheberrechtlichen Gründen nicht gelistet ist…] hat englische Untertitel… Zwar kann man 1,5 Stunden wahrscheinlich und leider nicht einfach so anschauen, aber es sei dir trotzdem bei Gelegenheit ans Herz gelegt. Wenn du lachen willst 🙂

Иван Васильевич меняет профессию“

Nachtrag: Urheberrechtliche Gründe kann das irgendwie nicht haben – der Kanal ist der offizielle der Produktionsfirma… Naja – die Russen eben.

 

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16. Dezember – Reisen!

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Eigentlich wollte ich hier eine „eigene“ Map (von Google) einbinden, auf der man die Orte, die wir gemeinsam besuchen wollen (oder müssen?) ansehen und bei Bedarf bearbeiten kann – aber das scheitert zur momentanen Uhrzeit nicht nur an meiner Konzentration, sondern auch an meinem technischen Sachverstand…

Darum belasse ich es – erst einmal – bei diesem Link und der untenstehenden Liste. Bitte Ergänzungen anmelden!

  • Prag
  • Habendorf/Dobkow
  • Trier
  • Aachen

15. Dezember – Diskussion und Disput

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Am ersten Dezember habe ich diese beiden Begriffe zusammen verwendet, und weil ich schon seit längerem an den Arten der inhaltlichen Auseinandersetzung herumdenke, will ich diesem Aspekt einen Tag im Adventskalender widmen. Ich meine mich zu erinnern, dass wir in Hannover schon mal zu viert über das Wesen der Diskussion gestritten haben – oder war es im Sommer 2013 im Auto nach der Besichtigung des Stollens?

[16. Dezember: Wie trügerisch… Da freut man sich ab Abend des 14. Dezembers, dass man für den nächsten Tag einen Beitrag verfasst hat – und stellt dann im Laufe des Tages fest, dass dieser Beitrag bloß begonnen war… Das tut mir Leid!]

Ich will mit dir diskutieren, was man unter diesen beiden Begriffen der sprachlichen Auseinandersetzung versteht – ohne in den Duden oder das Wörterbuch zu schauen!

Für mich ist die Diskussion auf ein Ziel ausgerichtet – und zwar ein Ziel und nicht das Ziel. Das Nennen von Argumenten für den einen oder anderen Aspekt – denn bei Diskussionen geht es doch meistens um entgegengesetzte oder wenigstens differierende Standpunkte, geschieht also nicht nur um der lieben Form willen – oder als Geistesübung, sondern in dem Einvernehmen, dass es vielleicht nicht die absolut gedachte ideale Lösung/Variante gibt, aber dass es durchaus möglich ist, einen Konsens zu finden, der „so gut wie unter den gegebenen Umständen möglich“ ist.

Ein Disput – und nach diesem Wort habe ich lange gesucht – ist das situative Aufeinanderprallen von inhaltlichen Gegensätzen. Hier muss es nicht zu einer Lösung kommen, das Gespräch ist ein Streit.

Und damit meine Meinung/mein Empfinden nicht so irrelevant im Raum schwebt, zitiere ich dir abschließend die Absätze aus dem etymologischen Wörterbuch zu den beiden Begriffen:

diskutieren »erörtern, besprechen«: Das seit Anfang des 17. Jh.s gebräuchliche Verb ist – wohl über frz. discuter – aus lat. discutere (discussum) »zerschlagen, zerteilen, zerlegen« in dessen übertragener Bedeutung »eine zu erörternde Sache zerlegen, sie im Einzelnen durchgehen« entlehnt. Grundverb ist lat. quatere »schütteln, erschüttern; stoßen; beschädigen« – dazu als Intensivbildung lat. quassare »schütteln, erschüttern; zerschmettern«, vlat. quassicare »zerbrechen« > span. cascar -, das unverwandt ist mit dt. schütten.

Disput »Wortwechsel, Streitgespräch«: Das Substantiv wurde in spätmhd. Zeit aus frz. dispute entlehnt. Das zugrunde liegende Verb frz. disputer stammt wie entsprechend dt. disputieren »Streitgespräche führen, seine Meinung vertreten« (Ende 12. Jh.) aus lat. dis-putare »nach allen Seiten erwägen« (wörtlich: »auseinanderschneiden«). Die Bedeutungsentwicklung ist ähnlich wie bei dem unverwandten diskutieren.

 

14. Dezember – Konzertmilch…

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http://www.jvm.com/de/work/work_subpages/konzerthaus_dortmund_konzertmilch.html

Man kann sich ohne Probleme ein Semesters lang mit Musik und ihrer Vermittlung befassen, ohne auf das obige Fundstück zu stoßen – und dann nimmt man fremde Fehlkopien in der Bibliothek mit, um der Papierverschwendung zu begegnen – und bekommt „milchflaschendeckelrunde“ Augen…

Das hat ja schon fast was von Reliquien… Aufladung alltäglicher Gegenstände durch rituelle Handlung…

Wollen wir unsere Fachkompetenzen zusammenwerfen und andere skurrile Marketingkonzepte im Musikwesen umsetzen? 😀

13. Dezember – Danz file tlaine…

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Aufgabe: Marienkäfer sollen sich auf einem Blumenfeld mit den Maßen 7 mal 7 verteilen. Nur drei Käfer dürfen in einer Reihe sitzen, und jeweils zwei waagerechte und senkrechte Reihen dürfen höchstens von einem Käferpaar besucht werden, das sich eine Kante teilt. Versuche, nach diesen Regeln die Käfer zu verteilen…
Man kann das Rätsel auch als Spiel zur zweit lösen!

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12. Dezember – Open Source

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Ich denke, dass ich dir nicht erklären muss, was Open Source bedeutet… Aber als Kind des 20. Jahrhunderts, heranwachsend und lebend im 21. Jahrhundert kommt mir der Gedanke bzw. das Konzept, Inhalte und damit Wissen (oder dessen Grundlage bzw. Voraussetzung) im Rahmen des Internet allgemein zugängig zu machen, fast schon zu plausibel vor. Bevor man diese Entwicklung jedoch beurteilt, muss man sie vielleicht im Detail betrachten…

Der Mensch sammelt ja schon immer. Und seit sehr vielen Jahrtausenden – wahrscheinlich, seitdem er schreibt – sammelt er Wissen: In Tafeln gemeißelt, auf Papyrus gepinselt oder in Bücher gedruckt. Viele Wissenssammlungen sind dabei so groß geworden, dass sie von einem einzelnen Menschen innerhalb seiner Lebensspannen nicht vollständig durchgelesen, geschweige denn memoriert werden können. Dennoch ist sich „die Menschheit“ wohl dem Wert diese Wissens bewusst, sonst gäbe es weder Bibliotheken noch Orte akademischer Bildung, die ja im Gegensatz zur praktischen Bildung auf dem Studium bereits bestehender Quellen beruht.

Die Vorstellung, dass man das gesammelte und täglich weiter anwachsende Wissen der Welt ALLEN (die alphabetisiert sind und Internetzugang haben) zugänglich machen kann und dabei noch so aufbereitet, dass man nicht sucht, sondern findet, ist wohl nach der eigentlich verrückten Entwicklung und Etablierung des Internet der nächste Schritt. Die Schlüsselworte in diesem Zusammenhang lauten Open Source, Open Access und Web 3.0 und würden nicht nur unsere Wissens- und Lernkultur maßgeblich verändern, sondern wahrscheinlich langfristig auch die Gesellschaft verändern, weil ein zunehmend wichtiger werdender Bereich (der „4. Sektor“ der Informationsindustrie) stark demokratisiert werden würde. Allerdings darf man dabei eines nicht vergessen: Wir – Frau Müller und Klein Hänschen – wären trotz aller Partizipationsmöglichkeiten immer noch nur Nutzer und müssten einem System glauben. Dieser Punkt ist wahrscheinlich Anlass für Netz-Distopien aller Art, da der Mensch doch so schrecklich anfällig ist für Inhalte/Ansichten/Ideologien, wenn das Umfeld ihn glauben macht, alles sei rechtmäßig (und am besten noch demokratisch).

Und du?? Kannst du dir das Leben ohne Internet vorstellen? Ich finde es erschreckend, wie sehr dieser „nichträumliche Ort“ unser Leben beeinflusst, und wie wenig man von dieser Einflussnahme noch spürt. Noch haben wir ja einen Großteil unseres Lebens nicht als aktive Nutzer des World Wide Webs verbracht, aber es ist dennoch zu einem integralen Bestandteil unseres Lebens geworden. Und jeder Versuch, völlig ohne Internet zu leben, und sei es für eine Weile, müsste scheitern, weil man fast überall wenigstens aus dritter Hand Informationen aus dem Internet erhält…

11. Dezember – „Geschmack geht durch das Ohr“

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Auch heute präsentiere ich dir ein Internet-Fundstück… Aber eines, dass ich gerne einmal ausprobieren würde!
Was meinst du – ist der Mensch so einfach auszutricksen? In Bezug auf dieses „Phänomen“ fällt mir ein, dass ich die Zeit als Einwohnerin Marburg noch nutzen wollte, in einem „Dunkel-Café“ zu essen/trinken. Wärst du mit von der Partie, sollte sich das im Falle eines erneuten Besuchs umsetzen lassen? Oder gibt es dergleichen Einrichtungen auch in Mannheim?

Genieße den heutigen Tag – etwas vom heutigen Tag – oder wenigsten etwas während des heutigen Tages – mit offenen oder geschlossenen Augen…

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10. Dezember – Ich bin im Verzug!

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Tja, der Titel verkündet die offensichtliche Tatsache, dass ich mit dem Schreiben der Adventskalendertürchen nicht nachkomme. Teilweise scheitert das Veröffentlichen bereits verfasster Beträge auch daran, dass ich Material auf dem Unirechner gespeichert habe…
Aber: Ich versuche, Besserung zu geloben und dir täglich etwas bereitzustellen. Und da es heute schon so spät ist, bediene ich mich an fremden Gedanken und schreibe dir hier ein Gedicht von Rainer Maria Rilke nieder… ich meine mich zwar zu erinnern, dass du es nicht so hast mit der Lyrik, aber Rilkes Gedichte empfinde ich immer als sehr plastisch oder bildlich… Darum vergesse doch gelernte Methoden und erwecke die Bilder in deinem Kopf…

Das sind die Stunden, da ich mich finde.
Dunkel wellen die Wiesen im Winde,
allen Birken schimmert die Rinde,
und der Abend kommt über sie.

Und ich wachse in seinem Schweigen,
möchte blühen mit vielen Zweigen,
nur um mit allen mich einzureigen
in die einige Harmonie…

[verfasst am 14.12.1897 in Berlin-Wilmersdorf]

Könnte Rilke im Allgemeinen und Speziellen nicht auch im Studium interessant sein für dich? Schließlich hat er – wenn ich mich nicht irre – sowohl französische als auch deutsche Gedichte geschrieben…

9. Dezember – Themen, die erforscht/recherchiert werden müssten…

Ich bitte natürlich um Ergänzungen… Wer weiß, wem wir damit eine Freude machen können. Ich habe sowieso schon überlegt, im Zweifelsfall „Planerfinderin“ zu werden 😉

Allgemein

  • Welche Faktoren beeinflussen die Knistereigenschaften von Plastiktüten?

Musik

  • Wer hat den Applaus erfunden?
  • [Großprojekt] Stücke, die Jahreszahlen im Titel/zum Gegenstand haben… Kann man ein „musikalisches Geschichtsbuch“ schreiben? Und wie hört sich diese Geschichte an?
    • Tschaikowsky: Ouvertüre 1812
    • Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 11: Das Jahr 1905
    • Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 12: Das Jahr 1917
    • Hindemith: Kammermusik op. 24, Nr.1: Finale 1921
    • Hindemith: Suite 1922

Sprache

  • Woher kommt das Wort Plätzchen? Und gibt es den Unterschied zwischen Plätzchen und Keks auch in anderen Sprachen?

 

Berufsbilder bzw. Tätigkeiten mit interessanter Bezeichnung

  • Bibliodramatiker
  • Kirchentänzer
  • Poesiepädagoge

 

8. Dezember – Über Theorie und Praxis

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Wieder eine kursive Einleitung. Warum? Ich habe das Gefühl, die doch recht beliebig gewählten Themen rechtfertigen/einführen zu müssen… Also: Folgende auf keinen Fall abgeschlossene Überlegungen haben sich während und nach meinem Besuch bei dir „ergeben“…

Du sagtest, die Demokratie sei nicht die ideale Gesellschaftsform, aber die beste zum gegenwärtigen Zeitpunkt und unter den Bedingungen der Menschheit und Gesellschaft heute. Du sagtest, der Sozialismus sei besser (oder gar ideal?), allerdings bisher nicht richtig umgesetzt worden.

Ich habe sicher irgendetwas dazu gesagt – alles andere wäre (leider) untypisch für mich. Im Nachhinein ist mir aber aufgegangen, dass man, wenn man sich auf Diskussionen dieser Art einlässt, erst einmal feststellen muss, ob man eine theoretische oder praktische Diskussion führen möchte. Will man also politische/gesellschaftliche Modelle als Denkmodell in einem Rahmen, den man selber definieren kann (und muss), erörtern, oder geht es um das Ausloten tatsächlich realisierbarer Konzepte auf Grundlage der gegenwärtigen Situation. Das eine nennt man meiner Meinung nach Philosophie – und das andere idealer Weise Politik.

Ich bin vermutlich ein unpolitischer Mensch oder habe einfach zu wenig Kontakt mit politisch denkenden und handelnden Menschen. Zusätzlich bin ich – gesellschaftlich betrachtet – bequem und außerdem durch das System, in dem ich lebe, in vielen Faktoren begünstigt. Dass mir also das Nachdenken über gesellschaftliche Ordnungen als Theorie näher ist als das praktische Verhandeln (das Kompromisse unumgänglich macht), ist wahrscheinlich diesem Umstand geschuldet. Außerdem kann man Überlegungen dieser Art so schön systemtheoretisch aufziehen – und Systemtheorie ist ein sehr spannendes, allerdings doch sehr theoretisches Denkfeld… Da hast du die Möglichkeit, die Faktoren, unter denen das Erdachte stattfinden soll, ohne Beachtung von Machbarkeit selbst zu definieren.

Und hier komme ich (sehr verknappt) auf den Ausgangsgegenstand zurück: Wären der Mensch und die Gesellschaft nur gedacht, dann wäre auch der Sozialismus nicht die beste aller Gesellschaftformen. Denn dann könnte man den Menschen neu definieren. Und alles, was er durch oder in der Geschichte geworden ist, fiele weg – theoretisch würde man nicht mal bei Adam und Eva beginnen, sondern als Gott. Das klingt vielleicht vermessen, aber ich hoffe, dass du verstehst was ich meine. In einer christlichen – oder christlich geprägten – Gesellschaft ist der Mensch ja einfach durch diese „Erbsünde“ per Definition über die ihm gesteckten Grenzen (noch eine Definition!) hinaus neugierig und hält sich nicht an Gebote. Man kann also sage, er sei böse. Anschließend kommt dann eines zum anderen – und wir kommen hier an. Lässt man jeglichen Einfluss der Religion auf unsere gemeinschaftliche Lebensorganisation beiseite, so ist der Mensch als Gattung eben geprägt vom dem sprachlichen Aushängeschild Darwins: „Survival of the fittest“. Der Einzelne und Gruppen müssen sich beweisen – in einem Umfeld das – abstrahiert gesehen – durch Definition (auch Natur genannt) nicht ein Nebeneinander aller zulässt.

Ich nehme jetzt einfach mal die Gerechtigkeit der Verteilung von Gütern als Essenz/Knackpunkt des Sozialismus an: Wenn man rein evolutionär denkt, gibt es also Menschen, die aufgrund ihrer physischen Disposition mehr erhalten/erstreiten… können als andere. Dies soll durch ein System verhindert werden. Wer definiert diese Regeln? Wer sagt, was „gerecht“ ist? Ein Mensch, der laut System doch nichts anderes ist als jeder andere auch? Ich denke, rein theoretisch gibt es auch im Sozialismus zu viele Ungleichheiten, die einfach durch das Vorhandensein verschiedener Individuen entstehen, um eine ideale Gesellschaftsform zu sein…

Und wenn wir jetzt versuchen, politisch zu denken, dann ist für mich ohne Frage offensichtlich, dass der Sozialismus nie realisierbar ist (und war). Denn sobald unterschiedliche Weltanschauungen (Kulturen, Religionen) aufeinandertreffen, kann das, was als „gerecht“ empfunden wird, grundverschieden und unvereinbar sein. Solange du also nicht einer isoliert lebenden Gruppe Menschen nach einem „Zurücksetzen“ des Gehirns ein sozialistisches System aufzwingst, ohne als Mensch/Individuum in Erscheinung zu treten (das Einflussnehmen müsste also unbemerkt geschehen), um das Prinzip nicht ad absurdum zu führen, ist das Modell mEn nicht umsetzbar.

Und trotz aller Einschränkungen und Gefahren, die ein demokratisches System mit sich bringt, ist es –  so denke ich –  für eine globale, pluralistische Gesellschaft mit Geschichte das System, was in der Praxis einem Idealzustand am ehesten entspricht. Und außerdem: Ideale sind wahrscheinlich sowieso nur theoretische Größen innerhalb eines sehr eng definierten Systems…